| R e i s e t a g | 50 | Datum: | 17. Juli 2026 | ||||||
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Wetter: | morgens | mittags | ||||||
| Reiseroute: | Sodankylä - Kilpiaapa - Kemijärvi - Soppela - Ristilä | ||||||||
| Übernachtung: | Freier Stellplatz am Niemijarvi – See oberhalb Ristilä | ||||||||
| Sonstiges: |
Gegen sieben Uhr habe ich den Stellplatz mitten im Wald verlassen und bin Richtung Kemijärvi. Die weiterfahrt währe eigentlich an einem Fluss entlang, doch dieser ist immer vom Wald dazwischen verdeckt und man sieht diesen nur ganz selten. Ab und zu gibt es einen Parkplatz mit der Aussicht auf das Gewässer. Kemijärvi gleicht fast einer «Gossstadt», jedenfalls Verkehrstechnisch. Die Stadt ist ein grosser Verkehrsknotenpunkt aus allen Richtungen. Da kommen alle hierher zum Wocheneinkauf. Lebenmittelläden, bzw. schon eher -Center hat es genügend. Allein von meinem Parkplatz hatte ich 5 grosse Center im Blickfeld. Ein Stadtzentrum gibt es eigentlich nicht. Es gibt dem Fluss nach ein paar schöne Häuser, aber sobald es richtung Zentrum geht, kommen die moderneren Plattenbauten zum Vorschein, welche hier als Standardbauten gelten.
Übrigens haben hier die Fussgänger absoluten Vortritt. Wenn man nur ansatzweise an den Fussgängerstreifen kommt, wird als Autofahrer angehalten. Ich war etwas unschlüssig, ob ich wirklich über die Strasse wollte und habe dem Autofahrer zugewunken er könne weiterfahren. Das tat er nicht und zeigte auf das Polizeifahrzeug welches schräg gegenüberstand und lächelte. So bin ich halt mal rüber und er hat sich mit einem Daumen hoch bedankt und ist dann weiter. Ab Kemijärvi beginnt die Seenlandschaft auf meiner Weiterfahrt. Das ist eine Riesenabwechslung da ich jetzt doch fast 2 Tage nur Wälder gesehen habe. Ich bin weg von der Nationalstrasse und habe die Hauptstrasse dem Nordenselkä entlang genommen. Ab der Ortschaft Soppela wurde der Asphalt auf der Strasse wieder wegrationalisiert. So fahre ich wieder zum Teil im Schritttempo über die Schlaglöcher, welche man nicht ausweichen konnte. Bei Ammäla war am Strassenrand eine sehr schlecht sichtbare Tafel mit Badeplatz angegeben. Da ich sowieso auf einer Schotterstrasse fahre spielte es auch keine Rolle mehr gewisse Abstecher in Nirwana zu machen. So bin ich durch den Waldweg gefahren in der Hoffnung einen Badeplatz anzutreffen. Nach der Waldpassage kam zuerst mal ein riesiges Feld und einen grossen Hof. Ich hatte schon bald Zweifel ob ich da richtig bin. Da mein Navi keine Strasse anzeigte bin ich mal weiter durch die nächste Waldpartie gefahren. Im Wald musste ich dann mein Womo abstellen und zu Fuss weiter. Und da war er, der Badeplatz. Wunderschön eingebettet auf einer Halbinsel mit Sandstrand. Es war eine richtige Idylle. Oberhalb des Badeplatzes ist alles eingerichtet für den Picknick, inkl. Feuerstelle unter Dach.
Eigentlich wollte ich gleich hierbleiben, doch wo ich parkiert habe, stehen grosse Schilder, dass Campieren Vorboten ist und ab zehn Uhr abends alle weg sein müssen. Solche Angaben stehen meisten in drei Sprachen angeschrieben. Erstaunlicherweise ist eine davon Deutsch. So bin ich halt weiter über die Schotterstrasse und versuche es an einem anderen Ort. Oberhalb Ristilä kam ein Wegweiser «Einwasserungsstelle» welcher durch den Wald zeigte. Ich habe diesen fast nicht gesehen und die Einfahrt verpasst. Da niemand hinter mir war habe ich kurz den Rückwärtsgang eingelegt und bin zurückgefahren und habe mir die Einfahrt etwas genauer betrachtet. Es war eine Enge Strasse durch den Wald hinunter zum See. Unter beim See gab es sogar einen kleinen Wendeplatz und ich konnte mein Womo direkt am See hinstellen mit einer super Aussicht. Es steht zwar auch eine Tafel da, die Schrift ist aber so klein geschrieben, dass man es ohne Brille nicht lesen kann und in Deutsch steht da nichts. Nach dem Motto «Also ich nix verstehen» bleibe ich trotzdem für eine Nacht.
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